Gemeinde Leipheim

Seitenbereiche

Seiteninhalt

Aktuelles

Kinderbetreuung

Erneut war die Kinderbetreuung Thema im Leipheimer Stadtrat. Für mindestens 12 Kindergartenkinder und 21 Kinder in der Krippe wird nach einer Übergangslösung gesucht.
Die Kinderbetreuung liegt der Stadt Leipheim, wie auch so vielen anderen Kommunen, schwer im Magen. Nach­dem Eltern per Gesetz für ihre Kinder ab einem Jahr einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz haben, werden eben diese Plätze knapp.
Aus diesem Grund hatte auch die Stadt Leipheim einen Förderantrag gestellt für den Neubau einer größeren Kin­der­tages­stätte im Bereich Grasiger Weg. Diese sollte als Ersatzbau für die Kindertagesstätte Raupe Nimmersatt und zusätzlichen neuen Gruppen dienen. Da jedoch entgegen ursprünglich an­ders lautender Förderichtlinien der Lan­desregierung nur zu­sätzlich notwendige Plätze gefördert werden und keine Ersatzbauten, fielen die Förder­mittel deutlich geringer aus als erwartet. Deswegen legten die Stadtrats­mitglieder den Neubau der Kindertages­stätte im Grasigen Weg in ihrer Januar­sitzung vorerst „auf Eis“.
Nun steht fest: Um zum neuen Kindergartenjahr alle Kinder un­ter­zubringen, müssen drei neue Gruppen her. Die Räumlichkeiten, die dafür notwendig sind, aber vor allem auch die Kosten für das zu­sätzliche Personal, machen der Stadt Leipheim dauerhaft schwer zu schaffen. „Diese Kinder­be­treu­ung, wie sie vom Land gewünscht ist, ruiniert die Kom­munen“, so Bür­­ger­meister Chris­tian Konrad. Die dauerhafte Leistungsfähigkeit der Stadt Leip­heim sei nicht mehr gewährleistet, befürchtet der Bürger­meister. „Wir wollen unsere Arbeit gut machen, wir wollen die Kinder betreuen, aber wir brauchen echte Hilfen“, stellte er fest.
Um die Kinder betreuuen zu können, wird nun nach einer Übergangs­lösung gesucht. Zunächst sollen nun für die nächsten zwei Jahre Container angemietet werden, in denen drei zusätzliche Gruppen untergebracht werden. Diese werden jedoch nicht gefördert. Dies Kosten in Höhe von rund 450.000 Euro bleiben bei der Stadt. Parallell soll ein neuer Förder­an­trag für einen reduzierten Neubau im Bereich Grasiger Weg - vorerst nur für die drei neuen Gruppen - gestellt werden. Dabei soll eine modulare Bauweise es erlauben, später weitere Gruppen anzubauen.
Dieter Am­micht (SPD) gab zu Bedenken, dass es auf lange Sicht sinnvoll wäre, im Bereich Grasiger Weg ein „Kin­derzentrum“ zu errichten, in dem die Leipheimer Kin­derbetreuungs­einrich­tun­gen zusam­mengefasst wären.
Was die steigenden laufenden Kos­ten für die Kinderbetreuung und die dauerhafte Leistungsfähigkeit der Stadt Leipheim betrifft, bat Bürger­meis­ter Christian Konrad alle Frak­tionsv­orsitzenden, sich gemeinsam zu­sammenzusetzen, um hier nach Lös­ungen zu suchen.