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Leipheimer Krippenwelten

Krippenfiguren aus dem Holz der Leipheimer Linde, geschnitzt von Heinz Martin
Krippenfiguren aus dem Holz der Leipheimer Linde, geschnitzt von Heinz Martin
Wandkrippen von Günter Leucht
Wandkrippen von Günter Leucht

Pünktlich zum Advent startete am 1. Dezember die neue Sonderausstellung des Heimat- und Bauernkriegsmuseums Blaue Ente unter dem Titel „Leipheimer Krippenwelten – Krippenbauer zeigen ihre Schätze“. Zu sehen sind neben verschiedenen Krippen auch handgeschnitzte Figuren, die aus dem Holz der 600 Jahre alten Leipheimer Linde gefertigt sind.
 
Der Historische Arbeitskreis und die wissenschaftliche Mitarbeiterin Susanne Anwander begaben sich bereits im September auf die Suche nach verborgenen Krippenjuwelen in Leipheim – und sie wurden fündig: Zwei ansässige Spezialisten waren bereit, dem Museum Teile ihrer Sammlung zur Verfügung zu stellen.
Heinz Martin und Günter Leucht bauen in ihrer Freizeit seit vielen Jahren hochwertige Krippen, die optisch ein breites Spektrum umfassen: Von der klassischen opulent-orientalischen Krippe über rustikal-alpen­ländische Versionen bis hin zu Laternen- oder Wandkrippen. Viele Teile von den Figuren bis hin zur Kulisse sind handgearbeitet und jede der Krippen ist ein absolutes Unikat.  Noch ein anderer Schatz fand seinen Weg als Dauerleihgabe ins Museum: Eine Krippe aus dem Nachlass von Rupert Deiring. Der dritte Leipheimer Krippenbauer, dem das Museum vor Jahren bereits eine eigene Ausstellung widmete, verstarb im Frühjahr.
Neben den Krippen zeigt die Sonderausstellung auch andere Werkstücke der Krippenbauer, wie einzelne Figuren oder eine prachtvolle Gloriole (einen Strahlenkranz mit Engel), die die Virtuosität ihrer Schöpfer unter Beweis stellen. Zu den ganz besonders wertvollen Stücken gehören von Heinz Martin geschnitzte Krippenfiguren aus dem Holz der 600 Jahre alten Leipheimer Linde, die erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden. 
Im letzten Moment ergänzt außerdem eine weitere Krippe die Sonderausstellung: Es ist die geschnitzte Krippe von Sigmund Baur, die üblicherweise in der Weihnachtszeit die Taufkapelle von St. Veit schmückt. Aufgrund der Bauarbeiten in der Kirche wird sie dieses Jahr ausnahmsweise im Foyer der Blauen Ente aufgestellt.

Die Weihnachtsausstellung wurde vom Blaue-Ente-Team gekonnt und effektvoll in Szene gesetzt, so dass sich die Besucher von den wunderbaren Krippenwelten verzaubern lassen können.
 
Wem die Ausstellung alleine nicht genügt, der hat am Sonntag, den 29. Dezember 2019 und am Sonntag, den 5. Januar 2020 jeweils um 15 Uhr die Möglichkeit zum „Gespräch mit den Krippenbauern“. Heinz Martin und Günter Leucht führen dann persönlich durch ihre „Krippenwelten“, erzählen von ihrem Werdegang als Krippenbauer und beantworten Fragen. Die Teilnahme ist im Museumseintritt enthalten.
 
 
Die Ausstellung ist bis 2. Februar 2020 jeweils sonntags von 14 bis 17 Uhr zu sehen. In den Weihnachtsferien ist die Ausstellung zusätzlich am 26. Dezember sowie am 6. Januar von 14 bis 17 Uhr geöffnet.
Führungen, auch außerhalb der Öffnungszeiten, können bei Jörg Grafe, Tel. 08221/72 199 vereinbart werden.