Gemeinde Leipheim

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Aktuelles

Aus dem Stadtrat

Wie fast überall in der ländlichen Region werden auch in Riedheim im­mer mehr Hofstellen aufgegeben. Die Ställe weichen, aber die Flächen blei­ben. Neuer Wohnraum kann dort entstehen. Doch wie soll dieser aussehen?
Dies ist die Kernfrage, mit der sich der Leipheimer Stadtrat in einer Sonder­sitzung befassen will. Auslöser hierfür war eine Bauvoranfrage für ein Wohn­gebäude mit sechs Wohnungen und Tief­garage im Bereich „Am Wasser”. Momentan gibt es für dieses Gebiet den in Aufstellung befindlichen Bebau­ungs­plan (BP) Nr. 45 „Ortskern Riedheim”, dessen Verfahren jedoch momentan ruht. Nach diesem BP wäre das Bau­vorhaben derzeit nicht realisierbar, da dieser festlegt, dass hier nur Gebäude mit drei Wohnungen errichtet werden können. Zudem soll pro Wohnung ei­ne Grundstücksfläche von 250 Quadrat­metern zur Verfügung stehen. Somit würde die Anzahl der zulässigen Wohn­einheiten um das doppelte überschritten und die Grundstücksgröße von 447 Quadratmetern ließe rechnerisch maximal zwei Wohnungen zu.
Dennoch wollten die Rätinnen und Räte dem Bauherrn keine Absage erteilen, vielmehr kristallisierte sich die Frage heraus, ob die Vorgaben des sich in Aufstellung befindlichen Plans noch zeitgemäß seien - vor allem im Hinblick auf den „dörflichen Charakter”.
„Wir müssen wissen, was wir in Riedheim machen wollen”, sagte Alex­ander Rabus. Bürgermeister Christian Konrad mahnte, nicht nur den Einzelfall zu betrachten, sondern die Gesamt­entwicklung Riedheims mit Blick in die Zukunft im Auge zu behalten.
Die UWG-Fraktion regte an, dieses Projekt in einer Bauausschusssitzung nochmals vorzuberaten. Bürgermeister Christian Konrad, der lieber den Ge­samt­stadtrat „mit im Boot” haben möchte, schlug vor, den BP Nr. 45 und das geplante Projekt in einer Son­der­sitzung noch vor der Sommerpause ausführlich zu beraten. Diesem Vorschlag stimmte der Stadtrat zu.

NEU: Die öffentliche Sondersitzung des Stadtrates findet am 8. Juli 2020, ab 19 Uhr, im Bürgersaal des Zehntstadels statt.

Und in einem weiteren Tagesordnungspunkt beschäftigten sich die Mitglieder des Stadtrates mit Riedheim:

Schäferweg bekommt neue Decke - Stadt zahlt

Der Schäferweg in Riedheim ist keine ausgebaute Ortsstraße. Sein Zustand entspricht dem eines früheren Feld­weges, der als Baustellen­straße für den Autobahnbau mit einer Spritz­decke überzogen wurde, die mittlerweile immer wieder große Schlag­löcher aufweist. Trotz punktueller Reparaturen ist der Zustand so schlecht, dass es aus wirtschaftlicher Sicht besser wäre, diese Straße zu erneuern.
Ein Komplett­ausbau zu einer Erschließungsstraße (Kos­ten ca. 300.000€) wur­de vom Stadt­rat aufgrund der geänderten Rechtslage im Bezug auf die Straßenausbaubeiträge bereits im Februar 2019 abgelehnt. Somit bleibt die Möglichkeit, die Spritzdecke zu erneuern, allerdings wird dies wiederum nur fünf bis zehn Jahre halten, da ein frostsicherer Unterbau fehlt. Eine andere Variante wäre, die vorhandene Decke abzufräsen und eine Schotterdecke auszubilden. Dies wurde jedoch von Seiten des Stadtrats wegen einer erhöhten Staubbildung abgelehnt.
Der Stadtrat beschoß einstimmig, den Schäferweg mit einer neuen Spritzdecke auszustatten. Die Kosten in Höhe von rund 18.000-20.000 Euro trägt die Stadt Leipheim.