Gemeinde Leipheim

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Nur zur Weihnachtszeit...

Pünktlich zum ersten Advent wird im Heimat- und Bauernkriegsmuseum Blaue Ente eine Ausstellung über Spielzeug aus vergangenen Zeiten eröffnet.
Wer kennt sie nicht, die nervöse An­spannung der Kinder in den Tagen vor Weihnachten, das gespannte Warten auf das Christkind und darauf, was wohl dieses Jahr unter dem Baum liegen wird. Das gilt heute genauso wie vor 100 Jahren. Mit einem großen Un­ter­schied. In vielen Familien war es noch vor 100 und sogar 50 Jahren üb­lich, dass ganz besonders wertvolles Spiel­zeug wie z.B. Puppenhäuser oder Modelleisenbahnen zwar unterm Baum lagen, aber danach nur für zwei Wo­chen zum Spielen benutzt werden durf­ten. Danach wurden die Schätze wieder sorg­fältig verpackt, um im nächsten Jahr erneut unter dem Christ­baum zu liegen. Ihr Wert war groß und viele dieser besonderen Spiel­zeuge wurden über Jahre verschenkt und sogar über Gene­rationen bespielt. Im Depot der Blauen Ente befinden sich einige dieser Schät­ze, wie z.B. ein Puppenhaus aus der Jahr­hundertwende oder ein vollständiger Steinbaukasten aus dem Jahr 1905.
Und manchmal bergen die Spiel­sachen auch tragische Geschichten wie jene eines Puppenhauses, das aus den Trüm­mern eines Hauses in Neu-Ulm ge­borgen wurde, das beim Bom­ben­angriff am 17. Dezember 1944 zerstört ­wurde. Über­geben wurde es dem Mu­seum von einer Ulmerin, die das Puppenhaus in den 40er-Jahren ge­schenkt bekam - denn die zwei Mäd­chen, denen das Haus gehörte, waren mit ihren Eltern bei dem Angriff umgekommen.
Gemeinsam haben viele dieser Spiel­zeuge, dass sie oft nicht nur aus Unter­haltungsgründen verschenkt wurden, sondern auch als Vorbereitung für das spätere Leben dienten. So konnten sich die Mädchen ganz dem Geist der Zeit entsprechend auf ihre Rolle der Hausfrau vorbereiten, während die Jungen vornehmlich mit technischem Spielzeug ihre Zeit verbringen durften. Gezeigt wird in der Ausstellung aber auch, wie das Konzept dieser besonderen Spielzeuge in ärmeren Familien umgesetzt wurde.
Starten wird die Ausstellung am ersten Advent, 28. Novem­ber. Aufgrund der Corona-Situation entfällt die Feier­stunde unter Mitwirkung der Musik­schmiede, Bürgermeister Christian Konrad wird jedoch die Ausstellung um 14 Uhr offiziell eröffnen.

Die Ausstellung ist vom 28. November 2021 bis 30. Januar 2022 sonntags von 14-17 Uhr zu sehen - auch am 26. Dezember und 2. Januar.
Eine Sonder­öffnung gibt es am Donnerstag, 6. Januar von 14-17 Uhr.

Im Heimat- und Bauernkriegsmuseum gilt die 2-G-Plus Regel (Geimpft/Genesen und zusätzlich ein maximal 24 Stunden alter PoC-Antigentest) - ausgenommen davon sind Kinder bis 12 Jahren und drei Monaten.
Weitere Infomationen zu den Hygienregeln des Heimat- und Bauernkriegsmuseum finden Sie hier.